September 2014

Für Zimmern ins Feuer

Dreizehn Kameraden des Freiwilligen Gesamtwehrdienstes machten sich vorige Woche auf nach Ratshausen zum dortigen Brandbekämpfungs-Trainingszentrum. In einem aus Seecontainern errichteten Blechhaus wurde ein Holzfeuer entfacht. Dieser simulierte Zimmerbrand wurde von den vorgehenden Atemschutzgeräteträgern mit Wasser bekämpft. In dem Raum hatte es an der Decke über 500°C und am Boden immer noch 200°C. Stellenweise sogar über 650°C. Ohne komplette Schutzkleidung wäre ein Überleben nur ein paar Sekunden möglich. Auch mit Schutzkleidung ist die körperliche Belastungsgrenze sehr schnell erreicht. Unter der Aufsicht der beiden Zimmerner Ausbilder Frank Scherfer und Patrick Bühl konnten die Teilnehmer erfahren, wie sich diese extremen Temperaturen anfühlen und lernen wie man die Temperatur mit gezielten Sprühstößen zielgerichtet senkt. Zu viel Wasser erzeugt dabei heißen Wasserdampf, der von der Schutzkleidung nicht abgehalten werden kann. Dies konnten alle Teilnehmer am eigenen Leib erfahren. Das richtige Maß an Wasser ist der Schlüssel zum Erfolg, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Auch Eindrücke wie kochendes Wasser an der Decke über einem selbst zu sehen und nicht nur im Kochtopf ist sicherlich nicht alltäglich.
Da reale Zimmerbrände eher selten sind, ist es umso wichtiger dafür richtig ausgebildet zu sein. Vier der Kameraden hatten zum ersten Mal echtes Feuer bekämpft. Durch diese anstrengenden drei Stunden konnte der Ausbildungsstand wieder deutlich gesteigert werden.

Zum Schutz und Wohle der Zimmerner Bürgerinnen und Bürger.

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